Liegengebliebenes (II) – Alte / Neue Heimat

So. Moin. Bevor ich wieder für einige Tage in meine Alte Heimat entfleuche, räume ich mal wieder auf. Wat mutt, dat mutt. Dieses Bild habe ich auf Wunsch eines Bekannten für ihn mal fix auf alt getrimmt. Mit dem Handy fotografieren ist eben das eine, mit dem Handy Bilder bearbeiten das andere 😉 So ähnlich muss es früher ausgesehen haben, wenn Frachtsegler den Hafen von Rönne ansteuerten.

EIN VERGLEICH: ALTE HEIMAT vs NEUE HEIMAT

Zwei Wahrzeichen. Doch ja! Das oben ist der Kugelwasserturm auf dem Gelände der ehemaligen Ilseder Hütte, das, besser die anderen von links nach rechts: Maritim, alter Leuchtturm und die Passat in Travemünde. Alles Links führen zu Wikipedia.

Aussichten: Einmal auf den Lahberg im Peiner Südkreis mit dem Bismarckturm, den m. W. der Rittergutbesitzer Leßmann zu Ehren des ersten Reichskanzlers bauen ließ, und dann einfach nur ein Blick über den Raps auf die Ostsee. Auch schön. Schöner? Schöner! 😉

Last but not least prägende Bauten: Oben die Ilseder Gebläsehalle, ein unter Denkmalschutz stehender Backstein-Industriebau, der heute für größere Veranstaltungen genutzt wird – und vom Oktober 2015 bis März 2016 als Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge diente. Darunter die Drohnenaufnahme eines Freundes vom Timmendorfer Strand: Vorne das Maritim-Seehotel an der Seebrücke, das erste Maritim-Hotel überhaupt (1969), dahinter das weit sichtbare Maritim-Clubhotel. Wenn Segler (seit 1974) den „langen Finger“ sehen, dann wissen sie, dass es nicht mehr weit bis in die Bucht ist.

Anekdote am Rande: Ich kenne eine Seglerin, nein, keine Einheimische, die hat als Orientierungspunkt das Travemünder- mit dem Timmendorfer Maritim verwechselte. Schon blöd, wenn man einen Hafen ansteuert, in den man gar nicht will. 😉

Was mir in meiner Alten Heimat jedoch fehlt, und deswegen will ich aus meiner Neuen auch nicht mehr weg, das sind solche Bilder:

Unendliche Weite und einen Horizont, hinter dem es ja bekanntlich weiter geht. Mal ein paar Tage Alte Heimat oder Urlaub woanders, das ist ok. Aber nicht zu lange 😉 So, nun noch ein paar Sachen packen, Nachrichten schauen und morgen früh geht’s los. Enkelkind bespaßen statt Urlaub 😉

[Inhaltsverzeichnis]

8 Kommentare

  1. Clara Himmelhoch · Mai 11

    Hallo Sven, was für ein Glück, dass ich nicht mehr segle, aber allein bin ich das ja noch nie – denn sonst hätte mir das mit dem Verwechseln auch passieren können.
    Deine neue Heimat ist wirklich nicht unübel 🙂 😉

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    • Sven Meier · Mai 22

      Moin Clara. Nee, alleine Segeln geht bei mir auch nicht. Allein wegen meines Rheumas. Ich bin auch nur leidenschaftlicher Mit-Segler 😉
      Und mit dem „unübel“: Stimmt, haben wir gestern erst wieder gesagt. Wir waren an einer Stelle …, ach was, ich packe mal ein paar Bilder in einen neuen Beitrag und nenne den „NICHT UNÜBEL“ 😉
      Bis denne 😉

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      • Clara Himmelhoch · Mai 22

        Gestern konnte ich ja deine neue Heimat sogar kurz im Fernsehen begucken.
        Dann warte ich mal auf deinen neuen Beitrag. Und tschüss

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  2. Stella, oh, Stella · Mai 12

    Warum baut man auch so monotone Gebäude … da finde ich die alten Backsteingebäude schöner. Aber in der Nähe von Wasser, besser noch Meer, zu sein, ist etwas Wunderbares.

    Ich bin auch sehr zufrieden mit meiner neuen Heimat. Aus einer Grossstadtbewohnerin wurde ein richtiges Landei … 😉 😀

    Viel Erfolg beim Enkelkind bespassen! 😉

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    • Sven Meier · Mai 22

      Moin Stella, ja diese architektonischen Sünden der 70er Jahre findest du hier überall. Aber die sind dir ja sicherlich alle bekannt 😉
      Nee, ich bin ja ein Junge vom Dorfe, Großstadt wäre nie meins gewesen. Für Ausbildung/Studium ja, aber sonst, nee, nie nich!
      In der Satiresendung „extra3“ hat Christian Ehring das vor ein paar Tagen so ausgedrückt, ich versuche es wortgetreu wiederzugeben – es ging um Urlaub im Ausland oder wegen Corona besser in Deutschland:
      „Natürlich kann man in Deutschland Urlaub machen. Man kann irgendwo hinfahren und sich 14 Tage lang Sehenswürdigkeiten ansehen. Oder man fährt nach Salzgitter und sucht 14 Tage lang nach einer Sehenswürdigkeit.“
      Ja, „Salzgitter“ hat er gesagt. Die Ecke da unten ist meine Alte Heimat. Da wollte ich nie bleiben. Mein Fehmarner Onkel hat mir erzählt, dass ich als kleines Kind schon gesagt habe: „Wenn ich mal groß bin, dann ziehe ich auch hier hoch!“ 😉
      Schönes Wochenende, bis demnächst wieder!

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      • Stella, oh, Stella · Mai 22

        Statt Sehenswürdigkeiten kann man sich ja auch die schöne Natur ansehen, die es ja auch reichlich in Deutschland gibt … 😉
        Ja, diese øjebæer kenne ich gut (eye turds, wie würde man dazu auf Deutsch sagen???)

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      • Sven Meier · Mai 22

        „eye turds“ finde ich gut, vielleicht würde man im Deutschen das als „eine Beleidigung für die Augen“ ausdrücken. Stadtplanerisch nenne ich so etwas „Reißbrettstädte der 30er“, davon haben wir regional sogar 2: Salzgitter-Lebenstedt, erbaut für die Arbeiter der „Reichswerke Herrmann Göring“, heute Salzgitter AG, und Wolfsburg., die VW-Stadt. Für mich sind das absolut hässliche Städte.

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  3. Pingback: „Nicht unübel“ – ein Spaziergang | SvenMeierFoto

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