Unser Norden: Waldsterben im Harz

Ich glaube, über das Thema Waldsterben habe ich hier nach jedem Harz-Ausflug geschrieben – zuletzt im letzten Jahr nach unserer Brocken-Tour. Über die Gründe – Klimawandel mit Extremwettern, zu viel Hitze, zu wenig Niederschläge, Fichten-Industriewälder & der Borkenkäfer – will ich hier gar nichts mehr von mir geben. Eigentlich müssten auch die hartnäckigsten Klimaleugner im Bilde sein. Für uns ist es trotzdem immer wieder erschreckend anzusehen, wenn wir ein-, zweimal im Jahr in den Harz kommen und die Veränderungen sehen. Zur Galerieansicht auf eines der Bilder klicken.

Das Waldsterben im Harz ist für mich ein Sinnbild des sich wandelnden Klimas. Wobei: Waldsterben ist nur bedingt richtig, denn es sind in erster Linie die Fichten-Industriewälder, die mit den Klimaveränderungen nicht mehr klar kommen und dadurch der Borkenkäfer ein leichtes Spiel hat. Dort, wo es einen natürlichen Mischwald gibt – wie hier sehr schön zu sehen auf dem Baumwipfelpfad bei Bad Harzburg – sieht es besser aus – und das wird sicher das zukünftige Gesicht des Harzes sein. Aber es wird dauern ….


257 [Inhaltsverzeichnis Fotoblog | Sven Meier erzählt]

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Unser Norden: Altenau im Harz

Wenn man in Niedersachsen im Sommer solche Schwibbögen im Garten sieht, dann befindet man sich wahrscheinlich im Harz – also in Niedersachsens Süden, was für den Süddeutschen immer noch oben im Norden liegt. Warum heißen die Dinger überhaupt so? Im Englischen heißten sie Candle Arch, was übersetzt Kerzenbogen heißt. Egal, irgend eine Erklärung gibt es bestimmt. So, und dieses Teil steht in einem Altenauer Vorgarten. Mit anderen Worten: Wir waren mal wieder für ein paar Tage im Harz. Wir wissen das Privileg zu schätzen, quasi jederzeit die verwandtschaftliche FeWo nach Absprache belegen zu dürfen. Und gefühlt hat sich dort seit 30 Jahren wenig bis nichts verändert …. Zur Galerieansicht bitte auf eines der Bilder klicken.

Der Harz, ich sag‘ mal: Sehr volatil. Es gibt Orte, Bereiche, da hat sich wirklich seit zig Jahren nichts verändert – und ebenso, wo jüngere Leute versuchen Angebote für jedermann zu machen, um den Tourismus neu zu beleben. Braunlage ist für uns so ein positives Beispiel. Also m. E. lohnen sich Ausflüge in den Harz durchaus. Motto: Den Harz neu entdecken. Es muss ja nicht zwingend Altenau sein 😉 Und mal ganz ehrlich: Wir freuen uns über jeden Touri, der in den Harz und nicht zu uns an die Lübecker Bucht fährt. Wir haben so viele davon, wir geben gerne welche ab 😉


256 [Inhaltsverzeichnis Fotoblog | Sven Meier erzählt]

Unser Norden: Grenzlandschaft Sorge im Harz

Niedersachsens Grenze zur ehemaligen DDR ist lang. An einigen Orten hält man die Erinnerung an das ehemals Trennende wach. So auch in Sorge, Landkreis Harz / Sachsen Anhalt. Dort gibt es ein kleines Grenzmuseum (Bild oben) und eine weitläufige Freilandfläche, auf der Teile der ehemaligen Grenze erhalten (nachgebildet) worden sind. Das Museum des Grenzmuseum Sorge e. V. befindet sich im ehemaligen Sorger Bahnhofsgebäude an der Harzquerbahn. Zur Galerieansicht bitte auf eins der Bilder klicken.

Bei unserer Wanderung durch den ehemaligen Staats-Grenzbereich, heute Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Sachsen Anhalt, haben wir mit einem älteren Pärchen aus NRW geschnackt, die sich erschrocken zeigten: a) über das Waldsterben im Harz, und b), wie unmenschlich – für jemanden, der sich immer frei in der Welt bewegen konnte – die Grenzanlagen gewesen sein müssen.


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