Unser Norden: Fehmarn im Wandel

Unser Norden – ein halbes Dutzend Ausflugs-Beiträge in sechs Tagen. Natürlich gehört auch die See dazu. Beispielhaft für uns aus Ostholstein sei die Insel Fehmarn genannt. Weil sie ist m. E. gerade im Wandel begriffen. Und sie ist eines unserer beliebtesten Ausflugsziele. Wandel? Ja. Vielerorts hat sie für mich einen nahezu musealen Charakter, manche Orte sehen für mich gefühlt noch so aus wie vor 50 Jahren. Anderorts stellt man sich jedoch den Herausforderungen des Tourismus und passt sich an. Aber was die Insel in den nächsten Jahren besonders prägen wird, das sind die zwei Tunnelbaustellen, besonders die im Inselnorden zwischen dem Fährhafen Puttgarden und Marienleuchte: Hier wird der Tunnel rüber nach Dänemark gebaut. Die Grafik oben zeigt, wie es bald aussehen wird / könnte. Zur Galerieansicht auf eines der Bilder klicken.

Die zu bauenden Tunnel, der über 18 km lange zwischen der Insel und Dänemark, und der knapp 2 km kurze zwischen Insel und dem Festland / Heiligenhafen, werden die Insel bestimmt verändern. Die an sich kürzeste und schnellste Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark / Skandinavien ist auch als Vogelfluglinie bekannt, weil die Vögel diese Route nehmen, nur durch die Luft. Wir Menschen bauen für viel Geld vierspurige Straßen plus Tunnel. Ach ja, ob das alles so sein muss? Übrigens: Fehmarn war bis 1864 dänisch. Dann kamen die Preußen und haben sie den Dänen (wieder) weggenommen. Der Leuchtturm in Marienleuchte wurde 1832 noch von den Dänen gebaut. Der Name geht auf die dänische Königin Marie-Sophie zurück. Ich sag’s mal so: Wäre Fehmarn heute noch dänisch, wäre der Tunnel längst fertig und der Leuchtturm würde nicht verfallen. Wetten?


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Unser Norden: Waldsterben im Harz

Ich glaube, über das Thema Waldsterben habe ich hier nach jedem Harz-Ausflug geschrieben – zuletzt im letzten Jahr nach unserer Brocken-Tour. Über die Gründe – Klimawandel mit Extremwettern, zu viel Hitze, zu wenig Niederschläge, Fichten-Industriewälder & der Borkenkäfer – will ich hier gar nichts mehr von mir geben. Eigentlich müssten auch die hartnäckigsten Klimaleugner im Bilde sein. Für uns ist es trotzdem immer wieder erschreckend anzusehen, wenn wir ein-, zweimal im Jahr in den Harz kommen und die Veränderungen sehen. Zur Galerieansicht auf eines der Bilder klicken.

Das Waldsterben im Harz ist für mich ein Sinnbild des sich wandelnden Klimas. Wobei: Waldsterben ist nur bedingt richtig, denn es sind in erster Linie die Fichten-Industriewälder, die mit den Klimaveränderungen nicht mehr klar kommen und dadurch der Borkenkäfer ein leichtes Spiel hat. Dort, wo es einen natürlichen Mischwald gibt – wie hier sehr schön zu sehen auf dem Baumwipfelpfad bei Bad Harzburg – sieht es besser aus – und das wird sicher das zukünftige Gesicht des Harzes sein. Aber es wird dauern ….


257 [Inhaltsverzeichnis Fotoblog | Sven Meier erzählt]

Unser Norden: Altenau im Harz

Wenn man in Niedersachsen im Sommer solche Schwibbögen im Garten sieht, dann befindet man sich wahrscheinlich im Harz – also in Niedersachsens Süden, was für den Süddeutschen immer noch oben im Norden liegt. Warum heißen die Dinger überhaupt so? Im Englischen heißten sie Candle Arch, was übersetzt Kerzenbogen heißt. Egal, irgend eine Erklärung gibt es bestimmt. So, und dieses Teil steht in einem Altenauer Vorgarten. Mit anderen Worten: Wir waren mal wieder für ein paar Tage im Harz. Wir wissen das Privileg zu schätzen, quasi jederzeit die verwandtschaftliche FeWo nach Absprache belegen zu dürfen. Und gefühlt hat sich dort seit 30 Jahren wenig bis nichts verändert …. Zur Galerieansicht bitte auf eines der Bilder klicken.

Der Harz, ich sag‘ mal: Sehr volatil. Es gibt Orte, Bereiche, da hat sich wirklich seit zig Jahren nichts verändert – und ebenso, wo jüngere Leute versuchen Angebote für jedermann zu machen, um den Tourismus neu zu beleben. Braunlage ist für uns so ein positives Beispiel. Also m. E. lohnen sich Ausflüge in den Harz durchaus. Motto: Den Harz neu entdecken. Es muss ja nicht zwingend Altenau sein 😉 Und mal ganz ehrlich: Wir freuen uns über jeden Touri, der in den Harz und nicht zu uns an die Lübecker Bucht fährt. Wir haben so viele davon, wir geben gerne welche ab 😉


256 [Inhaltsverzeichnis Fotoblog | Sven Meier erzählt]