Trotz alledem: Raus an die Luft!

Du sollst dies nicht und du darfst das nicht – alles aus Gründen – und der mahnende Finger scheint dich überall anzublicken. Shiet wat, man kann doch nicht nur in der Bude hocken, also kann man schon, aber dann wird man doch rammdösig. Ich jedenfalls. (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Also ich verstehe jeden, der – zumal bei schönem Wetter – raus will. Ab in die frische Luft. Durchatmen! Aber das muss ja nicht gleich die Vorderreihe in Travemünde, die Dünenmeile in Scharbeutz , oder – wie mir meine Harzer berichteten – Torfhaus im Harz sein. Nein, diese Orte, wo alle hin wollen, die sollte man besser meiden. Alternativen gibt es genug, wie hier bei uns an der Küste in Sierksdorf …

… oder auch an Tagen mit nicht so ganz optimalen Wetter zwischen Scharbeutz und Timmendorf.

Grundsätzlich kann man sagen: „Desto ferner der nächste Großparkplatz, auf desto weniger Tagestouristen trifft man.“ So wie hier in Haffkrug. Ich mag solche Bilder, wenn man am Horizont kaum noch den Übergang vom Wasser zum Himmel erkennen kann. Endlose Weite! Was will Mann mehr am Meer?

Gestern waren wir nach langer Zeit mal wieder in Brodten, Hermannshöhe am Steilufer. Au ha. Der Weg wurde schon wieder ein Stück landeinwärts verlegt, der Aushub liegt noch da.

Der Grund sind die Abbrüche, verursacht meist durch Unterspülungen, dann bilden sich irgendwann Risse – und rutsch, wieder ein Stück weg..

Am Ende sieht es dann so aus, dass die alten Wege quasi im Nichts enden.

Aber schön ist es allemal und die Natur nimmt eben so ihren Lauf. Besser ist, wir Menschen versuchen mit ihr zu leben, denn anders wird es am Ende nicht funktionieren.

Die hier – trotz Warnschilder – auf dem alten Weg oben direkt an der Abbruchkante lang spazieren, sind wahrscheinlich keine Einheimischen. Denn sonst wüssten sie sicherlich, wie gefährlich das ist. Gerät der Hang erst einmal ins Rutschen, gibt es kein Entrinnen mehr. Wer unten lang läuft, kann sich schlimmstenfalls wenigstens noch ins Wasser retten 😉 Besser nass als zugeschüttet!

Passt auf euch auf!
225 [Inhaltsverzeichnis Fotoblog | Sven Meier erzählt]

Travemünde – Brodtener Winkel

Nach Sonnenspaziergänge im Februar und Zu warm ist wenn … zum Monatsende noch ein paar Spaziergangsimpressionen. Travemünde. Oben am nördlichen Ende, am Mövenstein, einem gewaltig großen Stein, …

… der jedoch mehr und mehr im Meer versinkt, geht’s in Richtung Norden danach nur noch an der Brodtener Steilküste entlang weiter.

Die Ecke dort nennt man den Brodtener Winkel. Außer den großen Steinen gibt es natürlich auch viele kleine, damit kann Mann schöne Männchen bauen 😉

Unten an der Steilküste wird deutlich, welche Kraft das Wasser hat. Jahr für Jahr nimmt sich die See bei Sturm ein Stück Land und die Bäume, einst oben stolz gewachsen, liegen dann unten und küssen die See.

Weil das so ist, gibt es keine Treppen nach oben zum (Rad)Wanderweg. Die würden nicht lange halten. Aber an einer Stelle kenne ich einen kleinen, steilen Trampelpfad. Oben hat man dann die Wahl …

… und kann eine herrliche Aussicht über die Bucht genießen. Es gibt immer wieder Plätze, die zum Verweilen einladen. Wer mal Travemünde besuchen sollte, dem können wir diese Ecke nur empfehlen. Es lohnt sich!

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Von Travemünde zurück …

… kann man über die B 76 nach Norden (Scharbeutz) fahren. Das geht schneller. Oder über die Landstraßen, über Brodten nach Niendorf, das ist viiiel schöner. Nach meiner Chill-Zeit gestern am Mövenstein musste ich aber erst noch nachsehen, was sich an der Trave so getan hat. Auf alle Fälle hat die Zahl der Baukräne abgenommen.

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