Fehmarn. Mal wieder.

Eigentlich wollten wir nur ein paar Rapsfelder-Fotos schießen. Haben wir -> Klick. Absehbar sind wir auf unserer Tour natürlich auch auf meiner Insel – an meinem Hausstrand gelandet.

Von meiner „roten Bank“ -> Klick habe ich gestern bereits berichtet. Als kleines Kind war ich schon hier am Niobe-Strand am Fehmarnbelt – Urlaub bei Tante, die unweit vom Strand wohnte und ein paar Zimmer vermietet hatte.

Wie das eben so war, in den 60ern und 70ern. Da wurden selbst Garagen zu Ferienwohnungen umgebaut und die eigenen Schlafzimmer im Haus als Gästezimmer vermietet. Love Fehmarn – Ahoi ❤

Die LNG-Tanker gehören in der Ostsee mittlerweile zum üblichen Bild. Schaut man via Internet ins AIS (Automatisches Identifikationssystem in der Schifffahrt), sieht man die Tankschiffe wie an einer Perlenschnur zwischen dem Baltikum und der westlichen Ostsee pendeln. Schiffe dieser Größe (164 m) passen noch durch den Nord-Ostsee-Kanal (bis 235 m).

Wenn Fehmarn, dann meist auch Orth. Also der Ort Orth. Blick über den Hafen. Links im Bild die „Princess of Schwanitz“, das Hausboot vom Fernseh-Kommissar Hauke Jacobs aus der Krimi-Serie Nord bei Nordwest. Außerhalb der Dreharbeiten heißt das Boot Seadler und liegt in Wismar. Ergo: Boot in Orth = Drehtage stehen an 😉

Auch Orth. Hafen. Mit Blick auf den Flügger Leuchtturm. Und alles noch so schön ruhig, erholsam, besser geht es nicht.

Nochmal Orth. Am Hafen. Das Café Die Villa. Einfach nur gemütlich. Vermelde: Kaffee & Kuchen waren hervorragend 😉 Und überhaupt: Fehmarn ist immer wieder ein wunderbares Ausflugsziel für uns. Knapp eine Stunde, dann sind wir auf der Insel. Und das ist eine ganz andere Welt als mittlerweile hier in Timmendorf, Scharbeutz & Co., wo sich alles dem Tourismus unterordnet.


295 [Inhaltsverzeichnis Fotoblog | Sven Meier erzählt]

Mai = Rapszeit

Wenn Bilder duften könnten. Oder das Internet. Dieser Duft. Leuchtend gelbe Rapsfelder, blaues Meer und blauer Himmel – der Übergang kaum erkennbar. Hier westlich von Heiligenhafen .

Nochmal. Selber Ort, selber Duft, etwas andere Blickrichtung.

Etwas weiter, mit dem Leuchtfeuer Heiligenhafen. Für Koordinaten-Freaks: 54° 22′ 53,8″ N, 10° 56′ 7,7″ O

Natürlich, selbstverständlich, waren wir auch auf der Insel. Also meine Insel, wo ich so viel Zeit meines Lebens verbracht habe …. Raps, Raps, Raps, mit der Kirche von Petersdorf im Hintergrund.

Beim Fotografieren nicht so gewollt, aber im wahrsten Sinn der Wortes wie gemalt: leicht aquarellig 😉 Leicht wackeliger Zoom-Blick über die Felder auf das Mühlenmuseum Lemkenhafen.

Fehmarn. Biomasse trifft auf Schwungmasse. Gefühlt könnte von Fehmarn ganz Schleswig-Holstein mit Strom versorgt werden – bei den vielen Windmühlen auf der Insel, dazu Biogasanlagen und Photovoltaik-Analgen auf so ziemlich jedem größeren Dach. Ja, die Bauern hier wissen, wie man Geld macht 😉

Auf dem Weg zum Job. Auch hier bei uns an der Bucht haben wir Rapsfelder, aber ich glaube, ein paar weniger als sonst. Egal. Gelbe Felder, blauer Himmel, was will Mann mehr. Am Meer 😉


294 [Inhaltsverzeichnis Fotoblog | Sven Meier erzählt]

Unser Norden: Fehmarn im Wandel

Unser Norden – ein halbes Dutzend Ausflugs-Beiträge in sechs Tagen. Natürlich gehört auch die See dazu. Beispielhaft für uns aus Ostholstein sei die Insel Fehmarn genannt. Weil sie ist m. E. gerade im Wandel begriffen. Und sie ist eines unserer beliebtesten Ausflugsziele. Wandel? Ja. Vielerorts hat sie für mich einen nahezu musealen Charakter, manche Orte sehen für mich gefühlt noch so aus wie vor 50 Jahren. Anderorts stellt man sich jedoch den Herausforderungen des Tourismus und passt sich an. Aber was die Insel in den nächsten Jahren besonders prägen wird, das sind die zwei Tunnelbaustellen, besonders die im Inselnorden zwischen dem Fährhafen Puttgarden und Marienleuchte: Hier wird der Tunnel rüber nach Dänemark gebaut. Die Grafik oben zeigt, wie es bald aussehen wird / könnte. Zur Galerieansicht auf eines der Bilder klicken.

Die zu bauenden Tunnel, der über 18 km lange zwischen der Insel und Dänemark, und der knapp 2 km kurze zwischen Insel und dem Festland / Heiligenhafen, werden die Insel bestimmt verändern. Die an sich kürzeste und schnellste Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark / Skandinavien ist auch als Vogelfluglinie bekannt, weil die Vögel diese Route nehmen, nur durch die Luft. Wir Menschen bauen für viel Geld vierspurige Straßen plus Tunnel. Ach ja, ob das alles so sein muss? Übrigens: Fehmarn war bis 1864 dänisch. Dann kamen die Preußen und haben sie den Dänen (wieder) weggenommen. Der Leuchtturm in Marienleuchte wurde 1832 noch von den Dänen gebaut. Der Name geht auf die dänische Königin Marie-Sophie zurück. Ich sag’s mal so: Wäre Fehmarn heute noch dänisch, wäre der Tunnel längst fertig und der Leuchtturm würde nicht verfallen. Wetten?


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