Statt Urlaub (II) – Fehmarn 1

Statt im Urlaub zu sein haben wir versucht das Beste aus der Situation zu machen und waren hier und da unterwegs. Natürlich auch wieder auf Fehmarn. Zum Glück kenne ich dort die Ecken etwas abseits der Touristenströme. Fehmarnsund ist so ein Flecken, hier am Hafen. Früher, vor der Brücke, legte hier die Fähre an.

Dort gefunden: Ist das Kunst oder kann das weg?

Fährt man sehenden Auges über die Dörfer, hat das für mich oft so etwas wie einen musealen Charakter. Wo gibt es heute noch Feuerlöschteiche? Gut, heute kommt das Wasser aus der Leitung, aber früher war das anders.

Ich finde es immer wieder gut, wenn solche Orte, wie hier in Albertsdorf, erhalten und gepflegt werden. Darüber freuen sich nicht nur die Menschen …

… doch wo gibt es heute noch Plätze, wo man seine Wäsche zum Trocken aufhängen kann bzw. aufhängt? Außer in der Lübecker „Schlüpferallee“ natürlich 😉

Blick über die Orher Reede bei Westerbergen. Bei meiner Phantasie könnte das Bild auch in der Südsee aufgenommen worden sein 😉 Na ja, so ungefähr. Morgen gehts weiter:
Statt Urlaub (III) – Fehmarn 2

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Statt Urlaub (I)

Als Kind habe ich irgendwann zwar angefangen lesen zu lernen, habe aber längst nicht alles verstanden. Trotzdem war ich schon damals ein eifriger Zeitungleser und habe mich lange über „Statt Karten“ auf der letzten Seite bei den Anzeigen gewundert. Und überhaupt, warum Statt mit tt und nicht dt?
An die Geschichte muss ich jetzt denken, denn „Statt Urlaub“ schaue ich mir alte Bilder an. Geplant war eine „Stadt Reise“, besser gesagt eine Hauptstädtereise durch Skandinavien:

Na ja, es bleiben die Erinnerungen. Ganz besonders ist mir ein Bild nachhaltig im Gedächtnis geblieben: Vor rund 20 Jahren in Lahti oben auf der Salpausselkä-Schanze: a) weil ich beim Blick nach unten ein flaues Gefühl in der Magengegend hatte, und b) weil dort, wo im Winter die Skispringer landen, sich im Sommer ein Freibad befindet. (Wie immer, zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Tja, statt Urlaubsreise sieht mein Programm vielleicht so aus wie in der letzten Woche: In der Alten Heimat mit der Lüdden an einem Teich und zusehen, wie sie da so rummatscht. An einem kleinen See statt an der See. Aber das ist ok. Solange die Lüdde wegen der „Toronas“ nicht in den Kindergarten kann, solange müssen praktikable Lösungen her.

Bei dem Blick und dank einer schnellen Reaktion aus dem fahrenden Auto fotografiert 😉 kam mir zwar die Idee, statt nach Skandinavien in den Harz zu fahren, aber nee …. Wir kriegen es ja hier mit und hören und lesen es immer wieder, dass in Lokalitäten die Hygienevorschriften doch nicht wie gefordert eingehalten werden. Abstände? Mundschutz bei der Bedienung? Es ist nicht immer so wie es sein sollte. Dann koche ich lieber selbst – und zwar in meiner eigenen Küche. Alternativ in der meiner Tochter 😉

Hier im Peiner Südkreis gibt es eine Straße namens Brockenblick. Bei gutem Wetter sieht man auch warum: So etwas rechts unterhalb des Flecks auf der Windschutzscheibe, das ist der Brocken im Harz. Ich habe bei Google Earth nachgemessen: Luftlinie ~ 50 km. Aber nee, ich glaube, das wird erst wieder was nach Corona.

Dazu passt Goethes Vierzeiler Erinnerung
„Willst du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
denn das Glück ist immer da.“

Vorgestern, Pfingsmontag, waren wir kurzentschlossen mal wieder auf Fehmarn. Hier am Salzensee bei Westermarkelsdorf. Inklusiver Picknickkorb statt Restaurantbesuch. Während zuhause in Scharbeutz Zufahrtsstraßen wegen des Ansturms an Tagestouristen gesperrt werden mussten (NDR), hatten wir es auf der Insel relativ ruhig und das mit den Touris war überschaubar. Dazu die Tage dann mal mehr ….

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Juni 2020

Juni 2020, Beitrag 18 meiner Kalender-Reihe mit ausgesuchten Ostholstein-Bildern (und wie immer, zum Vergrößern auf die Bilder klicken): In diesem verrückten Jahr nähern wir uns schon wieder der Jahresmitte, heute ist der meteorologische Sommeranfang und der kalendarische fällt in diesem Jahr mit der Sonnenwende auf den 20.: Ab dem Tag werden, erst kaum merklich, die Tage schon wieder kürzer.

Kalenderblatt Juni 2012, aufgenommen ein Jahr zuvor: Fehmarn, am Niobestrand bei Gammendorf. An diesem Ort habe ich viele schöne Kinder-Urlaubstage verbracht und vor nunmehr 11 Jahren meinen Ausstieg beschlossen. Raus aus dem Hamsterrad, besonders mit Rücksicht auf meinen Herrn Bechterew, war zurückblickend eine der besten Entscheidungen meines bisherigen Lebens 😉
Der Mast im Hintergrund stellt das Niobe-Denkmal dar, im Gedenken an die 69 ertrunkenen Seeleute des Segelschulschiffs Niobe, welches 1932 hier vor der Küste in einer Gewitterbö sank.

Kalenderblatt Juni 2016, aufgenommen im Juni 2015 während eines Segeltörns von Heiligenhafen kommend durch den Fehmarnsund unter der Fehmarnsundbrücke (Kleiderbügel) durch.

Kalenderblatt Juni 2018. Wo findet man heute noch solche Streifen mit Korn- und Mohnblumen? Dieses Bild habe ich im Juni 2017 hier irgendwo in der Gemeinde Scharbeutz geschossen. Leider gibt es viel zu wenig solcher Orte und in der Folge beklagen wir ein Insektensterben.

Juni 2020: Eigentlich wollten wir in diesem Monat mit einer Reisegruppe durch Skandinavien touren. Aber nix da, die Reise ist natürlich abgesagt worden, was in Anbetracht der Lage ganz in unserem Sinne war. Also bleibt / werdet gesund, bis bald wieder!

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