Ostsee – Brodten – das Steilufer

Das Brodtener Steilufer ist eine über 4 km lange Steilküste an der Lübecker Bucht (Ostsee) zwischen Lübeck-Travemünde und Niendorf (in der Nähe des Dorfes Brodten) in Schleswig-Holstein. So steht’s bei Wikipedia. Und so sieht’s aus der Vogelperspektive (dank Google Maps) aus:

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Wir waren in den letzten Wochen zweimal dort: Einmal weil wir hofften, in diesen pandemischen Zeiten den Tagestouristen bei uns in Scharbeutz entfleuchen zu können, und einmal, nach einen Artikel in Travemünde Aktuell, um zu schauen, wie es um das Jugendhaus am Steilufer steht, wie lange es wohl noch genutzt werden kann. Na ja, und gestern war ich dort, aus Gründen. Für die Galerieansicht bitte auf ein Bild klicken. Dann ist’s größer 😉

Wer sich die Ecke hier mal als Touri anschauen oder erwandern möchte: Von der Niendorfer Seebrücke bis zur Travemünder Nordermole sind es knapp 7 Kilometer. Plus zurück, also ein sportliches Programm 😉 Bei Niendorf und in Travemünde gibt es Großparkplätze – die im Sommer meist belegt sind, auf alle Fälle an den Wochenenden – dazwischen nur noch am Lokal Hermannshöhe. Natürlich sind alle Parkplätze kostenpflichtig (auch der am Lokal). Für Nichtzahler & Falschparker: Die Ordnungsämter sind hier sehr fleißig 😉


235 [Inhaltsverzeichnis Fotoblog | Sven Meier erzählt]

Trotz alledem: Raus an die Luft!

Du sollst dies nicht und du darfst das nicht – alles aus Gründen – und der mahnende Finger scheint dich überall anzublicken. Shiet wat, man kann doch nicht nur in der Bude hocken, also kann man schon, aber dann wird man doch rammdösig. Ich jedenfalls. (Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Also ich verstehe jeden, der – zumal bei schönem Wetter – raus will. Ab in die frische Luft. Durchatmen! Aber das muss ja nicht gleich die Vorderreihe in Travemünde, die Dünenmeile in Scharbeutz , oder – wie mir meine Harzer berichteten – Torfhaus im Harz sein. Nein, diese Orte, wo alle hin wollen, die sollte man besser meiden. Alternativen gibt es genug, wie hier bei uns an der Küste in Sierksdorf …

… oder auch an Tagen mit nicht so ganz optimalen Wetter zwischen Scharbeutz und Timmendorf.

Grundsätzlich kann man sagen: „Desto ferner der nächste Großparkplatz, auf desto weniger Tagestouristen trifft man.“ So wie hier in Haffkrug. Ich mag solche Bilder, wenn man am Horizont kaum noch den Übergang vom Wasser zum Himmel erkennen kann. Endlose Weite! Was will Mann mehr am Meer?

Gestern waren wir nach langer Zeit mal wieder in Brodten, Hermannshöhe am Steilufer. Au ha. Der Weg wurde schon wieder ein Stück landeinwärts verlegt, der Aushub liegt noch da.

Der Grund sind die Abbrüche, verursacht meist durch Unterspülungen, dann bilden sich irgendwann Risse – und rutsch, wieder ein Stück weg..

Am Ende sieht es dann so aus, dass die alten Wege quasi im Nichts enden.

Aber schön ist es allemal und die Natur nimmt eben so ihren Lauf. Besser ist, wir Menschen versuchen mit ihr zu leben, denn anders wird es am Ende nicht funktionieren.

Die hier – trotz Warnschilder – auf dem alten Weg oben direkt an der Abbruchkante lang spazieren, sind wahrscheinlich keine Einheimischen. Denn sonst wüssten sie sicherlich, wie gefährlich das ist. Gerät der Hang erst einmal ins Rutschen, gibt es kein Entrinnen mehr. Wer unten lang läuft, kann sich schlimmstenfalls wenigstens noch ins Wasser retten 😉 Besser nass als zugeschüttet!

Passt auf euch auf!
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Ostholstein – Meer erleben …

Mehr zu Schleswigern und Holsteinern Teil I und Teil II

Meer erleben – Hermannshöhe

Gestern. Ein Ausflug zur Hermannshöhe. Eine Weitblick über die Ostsee …

Ostsee – Steilufer bei Brodten

… und ein Blick auf das immer wieder abbrechende Steilufer

Ostsee – Hermannshöhe – der Weg am Steilufer muss immer wieder landeinwärts verlegt werden

Aus dem Grund muss der Uferweg ständig landeinwärts verlegt werden. Der alte Sandweg unterscheidet sich deutlich vom neuen aufgeschotterten Weg.

Das alles gehört zum Landschaftsschutzgebiet Brodtener Winkel

Schilder? Die stehen hier eher aus versicherungstechnischen Gründen und werden von Touris leider oft genug ignoriert.