Mai = Rapszeit

Wenn Bilder duften könnten. Oder das Internet. Dieser Duft. Leuchtend gelbe Rapsfelder, blaues Meer und blauer Himmel – der Übergang kaum erkennbar. Hier westlich von Heiligenhafen .

Nochmal. Selber Ort, selber Duft, etwas andere Blickrichtung.

Etwas weiter, mit dem Leuchtfeuer Heiligenhafen. Für Koordinaten-Freaks: 54° 22′ 53,8″ N, 10° 56′ 7,7″ O

Natürlich, selbstverständlich, waren wir auch auf der Insel. Also meine Insel, wo ich so viel Zeit meines Lebens verbracht habe …. Raps, Raps, Raps, mit der Kirche von Petersdorf im Hintergrund.

Beim Fotografieren nicht so gewollt, aber im wahrsten Sinn der Wortes wie gemalt: leicht aquarellig 😉 Leicht wackeliger Zoom-Blick über die Felder auf das Mühlenmuseum Lemkenhafen.

Fehmarn. Biomasse trifft auf Schwungmasse. Gefühlt könnte von Fehmarn ganz Schleswig-Holstein mit Strom versorgt werden – bei den vielen Windmühlen auf der Insel, dazu Biogasanlagen und Photovoltaik-Analgen auf so ziemlich jedem größeren Dach. Ja, die Bauern hier wissen, wie man Geld macht 😉

Auf dem Weg zum Job. Auch hier bei uns an der Bucht haben wir Rapsfelder, aber ich glaube, ein paar weniger als sonst. Egal. Gelbe Felder, blauer Himmel, was will Mann mehr. Am Meer 😉


294 [Inhaltsverzeichnis Fotoblog | Sven Meier erzählt]

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Mai 2022

Auf Sven Meier erzählt: Ein Rückblich in den April.

Zum Mai: Der 1. Mai ist der internationale Feiertag (in Deutschland gesetzlicher Feiertag) der Arbeiterbewegung.
Am 2. Sonntag im Mai ist in deutschsprachigen Ländern Muttertag.
Karl der Große führte im 8. Jahrhundert den Namen Wonnemond ein, was ins Hochdeutsche übersetzt Weidemonat heißt. Das weist darauf hin, dass man in diesem Monat das Vieh wieder auf die Weide treiben konnte. Mit Wonne im heutigen Begriffszusammenhang hat der alte Monatsname also nichts zu tun, der Irrtum hält sich allerdings bis heute. 

Mai = Rapszeit. Unser Kalenderblatt von diesem Mai, aufgenommen im Mai 2021 von Frau P. bei ihr quasi vor der Haustür in Scharbeutz-Gronenberg.

Mai 2012. Fehmarn. Foto-Spielerei: Butterblumen am Niobestrand. Ach ja, damals war ich häufig oben auf der Insel bei meiner Verwandtschaft. Heute sind solche Bilder so etwas wie eine Reminiszenz an das, was nicht wieder kommt. Jede Zeit hat eben seine Zeit.

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein … sang einst Reinhard Mey. Das Lied beschreibt seine Gedanken, wie er auf einem Flugplatz steht und einem Flugzeug beim Abheben zusieht. So wie im Mai diese alte Boing Stearman von 1934 über dem Sierksdorfer Flugplatz? Und überhaupt: Wenn keine Wolken da sind? Oder dann erst recht: … würde was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein.

Seltener Besuch eine alten Dame in Travemünde: Die Nordstjernen, in Dienst gestellt 1956, verkehrte bis Ende März 2012 auf der Hurtigrute an der Küste Norwegens im Liniendienst. Heute, hier im Mai 2019 vor Travemünde, wird das Schiff von Bergen (Norwegen) aus saisonal noch für Rundreisen eingesetzt.

Kommt gut durch den Mai!


293 [Inhaltsverzeichnis Fotoblog | Sven Meier erzählt]

Mai. Spaziergänge.

Nutze die Zeit. Aprilwetter im Mai. Raus, solange die dunklen Wolken weit weg und nicht über einem sind. Kann nass werden.

Kommt hingegen die Sonne richtig durch, kommen auch die Autos. Und mit diesen die Tagestouris. Wenn Mann dann hier in Scharbeutz oder Timmendorfer Strand irgendwo hin will, oder muss, dann sollte Mann besser ein paar Minuten mehr Fahrzeit einplanen.

Man achte auf die Preise. 15 € am Tag für einen simplen Strandkorb. Der Preis hat sich in den letzten 10 Jahren Pi mal Daumen verdoppelt. Das nenn‘ ich mal ’ne Inflation der besonderen Art.

So allmählich öffnen hier wieder die Läden. Na ja, der hier von den Touristen abhängige Einzelhandel ist aber auch durch Corona wirklich gebeutelt. Einige werden es wirtschaftlich nicht überleben und dann bleiben die Jalousien erstmal länger unten.

Is dat Kunst? Oder wat is dat? Nur nicht den Humor verlieren 😉

Ruhepause. Einfach nur mal dasitzen und chillen (wie man neudeutsch wohl sagt 😉

Mich fasziniert immer wieder, wie abwechslungsreich die Landschaft bei uns in Ostholstein ist. Es gibt auch schöne Wege abseits der Ostsee. Besonders im Frühjahr, wenn alles sprießt und grünt, sind die für mich eine wunderbare Alternative zum Strand.

Aber oft führen die dann doch wieder zum Wasser. Irgendwie. Hier an die Traveförde. Drüben auf der anderen Seite ist schon MeckPom.

Oder die Wege führen an einen See. Davon haben wir in und am Rande der Holsteinischen Schweiz, eiszeitliches Moränen-Endgebiert, so einige.

Das werde ich wohl nie verstehen und kann nur mein haarloses Haupt schütteln: Warum werden Sachen mutwillig beschädigt? Da investieren Leute viel Zeit und Geld, egal ob ehrenamtlich oder hauptberuflich, und irgendwelche unter kognitiver Inkontinenz und sozialer Inkompetenz leidende Döspaddel fühlen sich motiviert, die wieder kaputt zu machen. Vielleicht kann mir mal jemand erklären, was in den Köpfen dieser Menschen vorgeht.

Genießt den Mai & leibt munter!


244 [Inhaltsverzeichnis Fotoblog | Sven Meier erzählt]