NWM statt OH

Nein, das ist kein neuer „AbKüFi“-Beitrag. Anekdote dazu am Rande: Meine Freundin Fru P. hatte sich irgendwann einen Termin im Kalender vermerkt und wusste nun nicht mehr, was der bedeutet. „Weißt du, was wir am 25. Dezember abends haben? Bei mir steht 20:15 Uhr NBNW.“ Die Lösung war schnell gefunden: An dem Abend wird eine neue Folge der beliebten und hier an der Ostsee spielenden Krimi-Serie Nord bei Nordwest ausgestrahlt.

NBNW also, denn hier an der Ostsee, das sind OH und NWM – der Kreis Ostholstein in SH, Schleswig-Holstein und der Landkreis Nordwestmecklenburg in MV, Mecklenburg-Vorpommern.
Genug abgekürzt. Gestern zeigte ich Bilder vom Hof Hoher Schönberg und weil wir schon mal auf der östlichen Traveseite im Klützer Winkel waren, und die Sonne es gut meinte, ging’s weiter durch NWM …

… zum Schloss Bothmer, die wohl die größte Barockanlage hier im Norden – ein Stück England in Mecklenburg – und wir finden es toll, dass das Land MV den Komplex vor dem Verfall gerettet hat und heute alles in Schuss hält.

Beeindruckt hat uns auch die große Parkanlage hinter dem Schloss. Nicht, wie wir es von anderen Schlossparks kennen, symmetrisch wie auf dem Reisbrett angeordnet, sondern alles natürlich mit vielen Querwegen. Tipp: Besuch lohnt sich!

Beendet haben wir unseren Tagesausflug durch NWM mit einem Abstecher nach Wismar. Lang ist’s her und wir waren positiv überrascht, was sich am Alten Hafen in den letzten Jahren getan hat – und wie man die alten Speicherhäuser und so einer neuen Nutzung zugeführt hat, statt alles abzureißen.

Zusammen mit der am Alten Hafen beginnenden Altstadt, hier mit dem Wassertor und der Nikolaikirche, ergibt das – für uns – alles eine harmonische Einheit, die zum Verweilen einlädt.

Schön auch, wie liebevoll alte Häuser teilweise restauriert worden sind und das Altstadtbild bereichern.

Na ja, und das Gewölbehaus über dem Mühlenbach darf natürlich nicht fehlen. Schön schief und hält doch 😉

Unser Fazit: Unser OH ist vielfältig und schön. Aber ein Abstecher ins benachbarte NWM lohnt sich allemal.


265 [Inhaltsverzeichnis Fotoblog | Sven Meier erzählt]

Hof Hoher Schönberg

Ich räume weiter meine Fotoablage auf, bin aber noch im Oktober. Genauer am 9. Da haben wir es nämlich endlich mal geschafft, den Hof Hoher Schönberg zu besuchen. Selbstbeschreibung:

„Der Bio-Hof Hoher Schönberg ist ein ehemaliger Erbpachthof im Klützer Winkel mit rund 25ha Grund in arrondierter Lage. Wir bewirtschaften den Bauernhof auf ursprüngliche, handwerkliche und biologisch-dynamische Weise mit Acker- und Gartenbau und Viehzucht. Das heißt, unsere Tiere sind traditionell gehalten und wir erzeugen die Futtermittel wie Heu, Stroh, Rüben und Getreide komplett selber.“

Internetseite „Hof Hoher Schönberg“

Über den Hof hat es schon Beiträge im NDR gegeben (einer davon -> YouTube) und weil es von Travemünde aus via Priwallfähre keine 20 km sind, haben wir uns gedacht, das gucken wir uns mal an:

Auf dem Hof sieht alles irgendwie urig aus. Wer etwas modernes sucht, ist hier fehl am Platz. Ich liebe das ja …

… genau so wie solche Hofläden. Ich stöbere da mal gern rum. Alles hat natürlich seinen Preis … – das Gucken natürlich nicht, Eintritt muss man nicht zahlen, ich meine die Qualität der feilgebotenen Waren.

Auf dem Hof dürfen die Besucher eigentlich alles ansehen. Irgendwie bin ich mir wie in einem Museum vorgekommen …

… und teils scheinen die genutzten Maschinen und Geräte älter zu sein, als der älteste Mitarbeiter. Der ist angeblich 60 😉 Das ist Nachhaltigkeit in Reinkultur.

Hinter dem Hof geht es in die Wiesen, Felder zu einer wenige hundert Meter entfernten Aussichtplattform …

… mit einem herrlichen Weitblick rüber bis nach Ostholstein. Sonst schauen wir immer entgegengesetzt rüber auf den Klützer Winkel.

Preisfrage: Ist das derselbe oder ein gleicher Hahn?

Unser Fazit: Wer alte Höfe und oder Bio liebt, dem können wir einen Abstecher zum Hof Hoher Schönberg nur empfehlen. Einen Pott Kaffee und kleine Snacks gibt es auch. Leute, für die das Fleisch aus der Discounter-Kühltheke und der Strom aus der Steckdose kommt, dürften hier vielleicht ein bisschen fremdeln 😉


264 [Inhaltsverzeichnis Fotoblog | Sven Meier erzählt]

Kleiner Grenzverkehr

Travemünde, der Priwall, war von 1961 bis 1989 quasi eine Insel. Im Norden die Trave, im Südwesten die Pötenitzer Wiek und im Osten, an der Engstelle, der Zaun. Heute erinnert nur noch eine Tafel und ein Gedenkstein an diesen Ort: NIE WIEDER GETEILT

Mein Fotoarchiv sagt mir, dass wir vor vier Jahren das letzte Mal den kleinen Grenzverkehr genutzt haben und auf der MeckPom-Seite der Ostsee waren.

Warum ist das so lange her? Keine Ahnung. Vielleicht, weil die Priwallfähre so teuer ist. Dabei ist es so schön am Ostseestrand bei Rosenhagen, man kann die Schiffe aus und in Richtung Travemünde beobachten …

… oder einfach nur das Meer betrachten. Das war am letzten Oktober-Sonntag und das Wetter entsprechend.

Natur pur. Augenscheinlich überlässt man hier die Natur sich selbst. Gut so. Im Hintergrund ist das Travemünder MARITIM zu erkennen.

Ein paar Meter weiter kann, wer will, die Ruhe bei einem Waldspaziergang genießen. Nun ja, so richtig ein Wald ist das nicht, eher ein bewaldeter Streifen, der sich vom Priwall her über ein paar Kilometer an der Küste langzieht. Auf alle Fälle ist es ein krasser Gegensatz zu den mit Touris überfluteten Ecken an der Lübecker Bucht von Travemünde bis Pelzerhaken. Ich denke, es wird bis zum nächsten Besuch nicht wieder vier Jahre dauern 😉

[Inhaltsverzeichnis]