Meier räumt seine Fotoablage auf

Wie macht ihr das? Ich habe auf meinem PC einen Ordner, in den ich vorsortierte Bilder für meinen Fotoblog packe. Manche fristen die dort ein längeres Dasein, bevor sie unveröffentlicht in den Papierkorb wandern. Die hier nicht:

Diese beiden Bilder sind aus dem Februar – aus Zeiten, als noch jeder hingehen und sich treffen durfte, wo und wie er wollte. Marine vor Regenbogen und Küstenwache wacht vor Küste.

Ende Februar waren wir kurzentschlossen ein paar Tage in Heringsdorf auf Usedom. Schönes Zimmer mit Seeblick. Booking.com macht’s möglich. Und so ein klein bisschen ahnten wir schon, was kommen könnte. Konjunktiv. Vielleicht. Verbunden mit der Hoffnung, dass es so schlimm nicht werden würde.

Blaue Stunde, die Heringsdorfer Seebrücke am Abend. Aus der blauen Stunde wurde mittlerweile ein blaues Wunder, welches wir unfreundlicherweise zurzeit erleben.

Sein blaues – oder besser gesagt: geölt-braunes Wunder – erlebte vor ein paar Tagen dieser in der Sonne sitzende ältere Mann auf einer Bank hier am Strand. „Ich hab’s nich gesehen! Jetz kann ich auch sitzen bleiben, is eh zu spät!“ sagte er nur auf meinen Blick hin. Nein, ich hatte nichts gesagt. Das Foto durfte ich so knipsen: „Dann kann ich wenigstens ein bisschen zur Erheiterung in diesen Krisenzeiten beitragen.“ 😉

Sonst ist zurzeit aus Gründen wenig los. Bei schönem Wetter pulsiert hier am Niendorfer Hafen normalerweise das Leben. Gestern waren nur ein paar Spaziergänger unterwegs und haben die Sonne genossen. Mit Sicherheitsabstand.

Natürlich haben auch alle Lokale geschlossen, so wie hier das Cafe Wolkenlos auf der Seeschlösschen-Seebrücke. Ausgerechnet gestern hätten wir dort sooo gerne mal einen (dem Sagen nach überteuerten) Kaffee getrunken und ein Stück (dem Sagen nach ebenso überteuerten) Kuchen gegessen 😉 Na ja, nun waren wir jahrelang nicht mehr dort, dann kann ein Besuch auch weiter warten.

Bleibt gesund & munter! Oder werdet es! [Inhaltsverzeichnis]

Ein Rundgang durch den Niendorfer Hafen

Ich soll mich viel bewegen. Sagt mein Doc. Ja, ja. Der Geist ist ja willig, aber …. Ok, also raus, eine Runde durch den Niendorfer Hafen.

Halb drei in Niendorf. Nix los am Hafen. Gefühlt werden die Fischkutter auch immer weniger. Was man so hört, können die wenigsten Fischer noch allein vom Fischfang leben. Schade!

Ahoi, die Kaffee-Rösterei hat auch dicht. Auch schade, also muss ich meinen Kaffee zuhause trinken. Und in der verschlossenen Töpferei hat der letzte vergessen das Licht auszumachen. Hm?

Aber losgewesen sein muss was. Die Zeugen stehen Spalier. Und unter Beobachtung. Der alte Fischer kriegt alles mit. Immer. Bloß reden will er nicht 😉

Na ja, vielleicht hat es die, die mal hier waren, in alle Winde verschlagen. New York? Nee, zu weit, aber Helsinki ist ok, da bin ich im Juni. Hoffe ich jedenfalls!

Von oben, vom Balkon des Hafenmeisterhauses, sieht es auch nicht besser aus. Irgendwie trostlos.

Nee, trostlos ist es hier nie nicht. Manchmal nur ruhig. Und das ist gut so. Wenn die Touris hier wieder rum laufen, ist genug los. Genießen wir die Zeit ohne 😉

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Das (Jahres)-Ende

Weihnachten 2018 ist nun auch schon wieder fast Geschichte. In einer Woche schreiben wir 2019 und der Alltag hat uns wieder.

Gefühlt war in diesem Jahr das einzig weihnachtliche Grün-Rot die Fahrrinnen-Begrenzung der Einfahrt zum Niendorfer Hafen. Sonst herrsche feucht-kalte Tristesse grau in grau.

Trotz alledem rief zumindest gestern Mittag der Strand. Frische Luft nach gutem Essen ist immer gut. Und Bewegung auch! Das schafft Platz für den anschließenden Kaffee & Kuchen 😉

Onkel: „Wat mutt, dat mutt!“ Ja, das ist wohl so. Und am Wetter können wir nix ändern. Aber vielleicht am Klima? „Wenn sei nich will un hei nich kann, wett dor nich van!“ Ja, auch das ist wohl so …!

So, nun wünsche ich noch ein paar schöne Tage,
wir lesen uns im nächsten Jahr wieder 😉