Spaziergänge. Zwei.

Ich will meinem Arzt nicht widersprechen: „Und immer an die 3 B denken“. Stimmt, ich muss mich mehr bewegen. Aber das war ja nicht so einfach in den letzten Monaten. Hier wart ja meist ordentlich was los und das wollte ich meiden. Obwohl: Es wäre schon gegangen, wenn ich nur öfters gewollt hätte. Also habe ich den tausendsten gute Vorsatz gefasst und gestern, Sonntag, waren wir abseits des Scharbeutzer Trubels mal wieder in Sierksdorf.

Das erste Bild ist ein Blick von der Promenade in Richtung Scharbeutz, das zweite Bild zeigt die Steilküste Richtung Neustadt.

Und so sieht die Sierksdorf Skyline von Scharbeutz aus aus (heute Vormittag): Links die Panoramic-Hochhäuser, daneben der Hansa-Park und rechts die Bauten des Ferienparks. Bausünden der 70er Jahre? Tja, schön ist etwas anderes – jedenfalls in meinen Augen.

Heute ging es seit langer Zeit mal wieder die heimische Dünenmeile längst. Gut, bis zur kleinen Seebrücke, quasi vor meiner Haustür, ok, 600 Meter, habe ich es zwischendurch ab und zu geschafft – morgens, wenn noch nicht viel los war.

Aber den weiteren Weg in Richtung Bayside-Hotel, nee, da war mir immer zu viel los. Und weil ich mich so wie so mit einer Autoimmunerkrankung rumplage, bin ich lieber vorsichtig.

Übrigens, ich schrieb schon im letzten November drüber: Hensler kommt immer noch. Oder nicht mehr. Keine Ahnung. Reingelugt sieht es drinnen noch genau so baustellenmäßig aus wie vor 10 Monaten. Aber ok, die Leute habe in diesen Corona-Zeiten sicher andere Probleme, als ein neues Restaurant zu eröffnen. Im Gegenteil: Ich habe heute die ersten Geschäftsaufgabe-Schilder gesehen. Ich denke, die werden sich noch vermehren.

Bleibt gesund & munter! [Inhaltsverzeichnis]

„Nicht unübel“ – ein Spaziergang

„Deine neue Heimat ist wirklich nicht unübel“ 🙂 😉 schrieb vor Tagen meine Leserin Clara, als ich nach einem Besuch in meiner Alten Heimat einfach nur mal so aus Jux drei Bilder von dort mit welchen aus meiner Neuen Heimat gegenüberstellte. Keine Widerrede 😉 Um gestern dem Ansturm der Massen zu entfleuchen, haben wir uns von Scharbeutz aus ein paar Kilometer nordwärts auf den Weg in eine tourifreie Zone gemacht.

Ein Ausschnitt von Google-Maps (zum Vergrößern auf das Bilder klicken): Zwischen dem Sierksdorfer Hansa-Park (unten) und der Neustädter ancora-Marina (oben) gibt es ein Stückchen Natur, welches fast als urlauberfrei gilt. Das mag auch dran liegen, dass die Wege zwischen der Landstraße und dem Strand bzw. der Steilküste durch Schranken für Autos abgesperrt sind.

Da ist sie: Wenn man durch die Landstraßenunterführung vom Gutshof Cafe her kommt, dann siehst sie für einen kurzen Moment so aus wie die Schranke zum Himmel.

Ein Blick über die Felder Richtungen Norden, Neustadt. Schön finde ich solche naturbelassenen Inseln in den Feldern. Die Tierwelt wird’s freuen.

Schon bald hat man auf seinem Weg einen herrlichen Blick über die Bucht. Diesen Teil, so kenne ich es, nennt man die Neustädter Bucht, als einen Teil der Lübecker Bucht.

Einige Meter weiter. Das sind die Momente, die das Leben hier so lebenswert machen 😉

So sieht es an den Wegerändern aus der Froschperspektive aus. Ich glaube, alles was hier so kreucht und fleucht, fühlt sich wohl. Wir haben Fasane und was weiß ich was für Vögel gesehen, ein wunderbarer Duft in der Luft, es hat gesummt und gepiept …

… und plötzlich gebimmelt. Die Regionalbahn, oder Bimmelbahn (?), die zwischen Lübeck und Fehmarn pendelt. Tipp: Einfach nur mal hin und her fahren und sich satt sehen.

Hier wird der Rapshonig gemacht. Wen wundert’s, Bienenstöcke stand hier einige rum. Und fleißig waren sie, die kleinen Insekten aus der Ordnung der Hautflügler. Ok, ohne Wikipedia hätte ich das nicht gewusst 😉

Was ich aber weiß: Rechts oben im Hintergrund mit dem Turm, das ist der Brodtener Winkel mit seiner Steilküste und der Turm, das ist das Travemünder Maritim, mit 117 Meter das höchste Leuchtfeuer Europas. Der Rest, der dünnere Strich, das ist der Klützer Winkel in MeckPom.

Zoom-Blick in die andere Richtung: Segler vor der Spitze bei Pelzerhaken mit dem Leuchtturm.

Nochmal Zoom, passend zum vorletzten Bild: So ist das Brodtener Steilufer und das Travemünder Maritim ein bisschen besser zu erkennen.

Rückweg. Tja, was will man mehr, wenn man solche Blicke auf’s Meer hat 😉

Ich wiederhole mich ungern 😉 Und dieser blaue Himmel …!

Und das kenne ich aus meiner Alten Heimat wirklich nicht: Bäume mitten im Feld. Und bei der Größe nicht erst seit gestern. Gut so!

Zurück an der Schranke. Dahinter beginnt wieder das …, ich sag‘ mal, sonst übliche Leben. Aber schön, wenn man weiß, wo es solche Schranken gibt.

Habt ein schönes Wochenende, eine gute Pfingstwoche und
vielleicht wisst ihr ja auch, wo es solche Schranken gibt!?!

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Der wärmste 15. Januar ever!

https://svenmeierx.files.wordpress.com/2020/01/200116-temp-200115-028-sierksdorf-b.jpgGestern. Sierksdorf am Ostseestrand. Schön war es in der Sonne bei strahlend blauen Himmel. Im Radio sagen sie später, es sei hier im Ostsee-Norden der wärmste 15. Januar seit Aufzeichnung der Wetterdaten. Aber an solche Meldungen haben wir uns ja schon gewöhnt: Der wärmste Tag hier, der wärmste Monat dort und die wärmsten Jahre waren so wie so die letzten. Das Klima wandelt sich auch in Ostholstein 😉

Unscharfe Weitsicht. Ein Bild mit Symbolcharakter. Wenn doch nur so manche Politiker eine bessere Weitsicht hätten …

… dann würde die Küstenwache vielleicht nicht bei so frühlingshaften Temperaturen in der Ostsee üben.

Der vielleicht letzte seiner Art. Also jetzt im Januar. Aber immer noch hübsch beleuchtet.

Wenn die Sonne langsam über der Bucht schwindet, schwinden auch die Temperaturen langsam aber sicher.

 

Zum Schluss noch zwei Quatsch-Bilder: Fenster sind nicht nur zum Durchsehen da 😉

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