Juli 2020

Juli 2020, Beitrag 19 meiner Kalender-Reihe mit ausgesuchten Ostholstein-Bildern. Juli, das ist Sommer, Ferien, keine Feiertage – und niemand merkt, dass peu à peu die Tage wieder etwas kürzer werden. Wird das wieder so ein warmer Sommer mit viel zu wenig Niederschlägen wie in den letzten beiden Jahren? Na, ja, und was das mit den Fichtenwäldern machen kann, das haben wir vor kurzem auf einer Fahrt zum Brocken gesehen.

Kalenderblatt Juli 2015, aufgenommen Juli 2014. Im Vordergrund der Bug der Viermastbark Passat mit ihrem Klüverbaum, im Hintergrund das Travemünder Maritim-Hotel, gleichzeitig mit 117 m das höchste Leuchtfeuer Europas.

Kalenderblatt Juli 2014, aufgenommen Juli 2013 hier in Scharbeutz. Bunte Segel in der Abenddämmerung. Und Party. Ich glaube, das war der Abschluss eines Segler-Wettbewerbs.

Kalenderblatt Juli 2013, aufgenommen im Juli 2011. Gefühlt war damals noch nicht so viel los in Scharbeutz. Die Dünenmeile war noch in Planung, und an den Bau manches Gebildes voller Ferienwohnungen wurde noch nicht einmal gedacht. Allerdings hatte vieles im Ort den Charme der 70er Jahre, das sollte sich alles ändern …!

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Statt Urlaub (IV) – Ausflug auf den Brocken

200624-20200612-170-HSB-TicketStatt Urlaub, natürlich wären wir längst zurück. Im Teil 1 zeigte ich ein Bild aus meiner Alten Heimat mit Brockenblick. Ich muss gestehen, dass ich zwar schon tausendmal im Harz war, aber noch nie auf dem Brocken (Wiki). Früher wegen der Grenze, später limitierte mich mehr und mehr mein Bechterew, um zu Fuß hoch zu wandern. Und um mit der HSB-Dampf-Bahn hoch zu fahren, war entweder das Wetter zu schlecht oder mir zu teuer. Oder beides 😉 Mittlerweile ist der Preis bei 47,00 € pro Erwachsenen für die Hin- und Rückfahrt angelangt. Nun ja, alles hat eben seinen Preis, die alten Maschinen wollen instandgehalten und das Personal bezahlt werden. Aber wichtig zu wissen: Es gibt auf dem Brocken nur eine öffentliche Toilette und um durch eine Sperre dort rein zu gelangen, benötigen Bedürftige ein 1-€-Stück. 

Reisewillige sollten auch das beachten: Der Preis, egal von wo man fährt, ist bei der Brockenbahn gleich. Ich empfehle vom Startbahnhof Wernigerode (Wiki) zu fahren.

Einmal hat man dann mehr von der Fahrt mit einem altertümlichen Zug, zum anderen steigt man dort in einen leeren Zug ein. Danach kann es nämlich eng werden. In bzw. nach Wernigerode folgen nämlich noch vier Haltepunkte, bevor der Zug nach knapp 40 Minuten den Bahnhof in Drei Annen Hohne (Wiki) erreicht.

Als wir unterwegs waren, an einem Freitagvormittag, war der Zug zu dem Zeitpunkt schon voll. In Corona-Zeiten eigentlich übervoll. Auf alle Fälle durfte in Drei Annen Hohne niemand mehr zusteigen und die zahlreichen Wartenden wurden auf den nächsten Zug vertröstet. Rund eine Stunde später. Dann stehst du da, womöglich mit Kindern, hast die Fahrkarten natürlich schon gekauft …. Es ist eben noch alles analog und einen Überblick über verkaufte Fahrkarten scheint niemand zu haben.

Bis auf den Brocken dauert die Fahrt – über Schierke – dann noch etwas über eine Stunde. Bahnübergänge sind beliebte Punkte für Zug-Fotografen.

Desto höher man kommt, sich dem Brockengipfel nähert, desto mehr sieht man die Auswirkungen des Waldsterbens.

Auf dem Brocken: Der Bahnhof liegt etwas unterhalb vom Brockenhotel mit dem Fernmeldeturm und dem Nationalpark-Besucherzentrum. Aber der Ansturm war groß, es gab lange Warteschlangen und wenn wir geahnt hätten, wie viele Menschen zu Fuß oder mit dem Rad hier hoch kommen, dann hätten wir uns in dieser Corona-Zeit den Besuch auf dem Brocken erspart.

Einzig das allerbeste Wetter – wahrscheinlich war auch deshalb so viel los, denn eine Selbstverständlichkeit ist das beileibe hier oben nicht – hat uns entschädigt. Ein Blick in den Westen, Richtung Torfhaus (Wiki) mit dem Fernmeldeturm, und ein Blick gen Norden. Irgendwo dahinten liegt meine Alte Heimat von wo das Bild aus Teil 1 entstanden ist. Die grauen Waldflächen, all das ist sterbender oder toter Wald (RTL). Traurig anzusehen. Der Klimawandel lässt grüßen. Nach zwei zu trockenen Jahren nebst zu milden Wintern haben hauptsächlich die Fichten-Monokulturen dem Borkenkäfer nichts mehr entgegen zu setzen.

S. A.: 6 x Harz im Oktober 2019 in 16:9 | Und wie gewohnt: Zum Vergrößern auf die Bilder klicken. Viel Spaß 😉

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Statt Urlaub (III) – Fehmarn 2

Nach Fehmarn 1 von gestern heute Fehmarn 2. Noch ein Blick über die Orther Reede – und wer die vielen Steinmännchen gebaut hat, keine Ahnung. Hoffentlich bleiben sie lange erhalten!

Auch so ein ruhiges Fleckchen: Am Westermarkeldorfer Leuchtturm. Von hier aus kann man einen …

… ausgedehnten Spaziergang um den Salzensee und den Nördlichen Binnensee machen. Wenn Mann will 😉

Last but not least durfte natürlich ein Abstecher an meinen Strand nicht fehlen. Auf dieser Bank habe ich vor 11 Jahren meinen Ausstieg beschlossen. Raus aus dem Hamsterrad. Damals war die Bank noch rot, so heißt sie für mich auch, „die Rote Bank“ – und irgendwann komme ich nachts mit einem Dose Farbe und streiche sie wieder rot an 😉

Wir hatte es ruhig am Niobestrand. Ein paar Kiter, ein paar sonstige Touris, aber im Vergleich mit Scharbeutz und so war hier absolut wenig los.

Auf dem Weg nachhause – Pfingstmontag – kam uns eine nicht enden wollende Autoschlange aus Richtung Scharbeutz entgegen. Im Verkehrsfunk hörten wir von kilometerlangen Staus. Ohne uns 😉

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