Fehmarn 2019 III/III

Fehmarn. Im Beitrag vorgestern erwähnte ich, dass fast jeder Besuch auf der Insel mit der Fahrt über die Brücke beginnt. Aber eben nur fast, denn Fehmarn ist auch ein begehrter Anlaufpunkt für Segler – hier bei der Einfahrt in den Orther Hafen.

In der Hauptsaison muss man schon froh sein einen freien Liegeplatz zu finden, wie hier mit Blick über die Orther Reede auf den Flügger Leuchtturm.

Immer was los ist auch am Burger Binnensee / Südstrand – hier mit Blick gen Westen und der Sundbrücke im Hintergrund.

Pause. Beine hoch. Seele baumeln lassen. Einfach nur mal so. Persönlich genieße ich in solchen Momenten lieber den Blick auf Boote als irgendwo auf Bäume.

Vertikale Verwirrung: Blick von Burgstaaken über den Binnensee. Als architektonische Verirrung bezeichnete man in den 60ern die am Südstrand erbauten IFA-Türme im Hintergrund.

Denkmalwürdig, weil „kantig funktional“. Deshalb stehen nicht nur die drei Hoteltürme, sondern das gesamte Bauensembles des damaligen Stararchitekten Arne Jacobsen am Südstrand seit 2015 unter Denkmalschutz.

Ein letztes Bild – und tschüss! Gut dass Mann die Veröffentlichung er Beiträge planen kann, denn ich bin seit zwei Tagen schon wieder unterwegs. Erst was mit Job und dann zur Erholung davon was mit Urlaub. Und dann ist bald November. Bis denne, habt euch wohl!

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Fehmarn 2019 II/III

Fehmarn. Vom Sund im Süden – gestern – heute an den Belt im Norden. Die Meerenge zwischen Dänemark und Deutschland misst knappe 20 km und bei gutem Wetter ist am Horizont Dänemark zu erkennen.

Sieht man als Segler die Windräder vor Dänemarks Küste, dann sind es noch etwa zwei Stunden bis in den Hafen von Rödbyhavn – jedenfalls wie hier bei Windstärke 7 aus West. Die Fähre von Puttgarden braucht dafür weniger als eine Stunde.

Bei wenig Wind und glatter See, wie hier an selber Stelle, ist man mit dem Segelboot etwas länger unterwegs. Dafür würde aber ein Landei auch nicht seekrank.

Ich mag mehr die Wellen und den Wind. So wie hier bei einer Windgeschwindigkeit von über 50 km/h, also steifer Wind mit grober See und Schaumköpfen auf dem Wasser, pustet das schön den Kopf frei.

Und die Harten mögen woanders in den Garten gehen, hier gehen sie ins Wasser. Laut App 15°C Wasser- und Lufttemperatur. Aber lange ausgehalten haben sie es in der See nicht.

Das Niobe-Denkmal zum Gedenken an die 69 Toten beim Untergang des Segelschulschiffes Niobe 1932 hier vor Fehmarn in einer Gewitterbö. Ich weiß zwar nicht, was manche Leute bei Denkmälern für Vorstellungen haben, aber da meinte mal eine Touristin zu ihrem Mann: „Das ist ja nur ein Mast, wenn ich das gewusst hätte“. Hallo? Vielleicht mal ein paar Minuten innehalten?

Apropos innehalten: In der Beziehung hat sich in den letzten Jahren auf der Insel einiges getan. Für die ganz Großen und die Kleinen. Im Hintergrund das älteste Windrad auf Fehmarn (hat mir mal jemand erzählt).

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Fehmarn 2019 I/III

Fehmarn. Fast jeder Besuch auf der Insel beginnt mit der Fahrt über die Sundbrücke – den Kleiderbügel. In diesem Jahr – aus Gründen – leider nicht so oft, wie ich es mir gewünscht hätte.

Für viele Reisende geht es allerdings nur schnurstracks über die Insel zum Fährhafen Puttgarden – und von dort nach Dänemark bzw. Skandinavien. In der Hochsaison sind hier lange Autoschlangen zu sehen.

Dabei bietet die Insel abseits der sog. Vogelfluglinie (E47/B207) viele schöne Ecken – auf Wegen, die für den Festland-Deutschen den Namen Straße nicht unbedingt verdienen.

Der Blick entschädigt dann aber für die Schlaglöcher – was dazu führt, dass man langsamer fährt und den Ausblick auch genießen kann.

Der Süden der Insel, links und rechts der Sundbrücke, ist selbst bei den Fehmarn-Touristen weniger bekannt. Wer Ruhe und Erholung sucht, findet die hier selbst in der Sommersaison.

Diese Stelle zwischen der Sundbrücke und dem Strukkamphuk mit dem kleinen Leuchtturm und Blick über den Fehmarnsund besuche ich immer wieder gerne. Und gefühlt hat sich hier nach meinen Eindrücken in den letzten 50 Jahren nix geändert. Aber auch gar nix – doch: die Bank ist neu.

Ich sage es oft: Die Insel hat für mich im Grunde einen musealen Charakter. Vieles sieht für mich noch heute so aus, wie ich es seit über 50 Jahren kenne. Und wenn wir dann bei einem Spaziergang im Sommer 2019 vor der Lemkenhafener Kiteschule einen alten VW Bus T1 sehen, gebaut in den 60ern, dann passt der genau in dieses Bild.

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