Fundsachen querbeet

Moin. Bei den kuscheligen Temperaturen draußen habe ich mir den kühlsten Platz in meiner Wohnung gesucht, mit Ventilator daneben, und habe die grandiose Idee, meine Fotoablage für meinen Fotoblog aufzuräumen. Was wohl der alter Kaiser Wilhelm zu alledem heute sagen würde? Der Maskenpflicht kommt er jedenfalls nach. Gut so. Euer Majestät muss ja Vorbild sein!

Das Bild ist aus der Vor-Corona-Zeit, Ende Februar, als wir noch nach MeckPom einreisen durften. „Dick & Dünn“ habe ich das Bild getauft, aufgenommen in Peenemünde / Usedom.

Auch schon über zwei Monate alt ist dieses diese Bild hier aus Scharbeutz. „Der Aufpasser“. Mich hat er ignoriert 😉

Diese beiden Bilder zeigen in Lübeck den neuen Drehbrückenplatz, aufgenommen abends am 16. Juni, ein beliebter Treffpunkt mehr für das junge Volk. Dort die Corona-Regeln ist zurzeit nicht so einfach ….

Es ist aber auch ein Graus: Bei schönstem Wetter zieht es die Menschen ans Wasser und immer wieder heißt es nur: „Corona, Corona, Abstand halten, aufpassen, steckt euch nicht an!“ Oder so ähnlich. Wir haben allein in Scharbeutz und Haffkrug über 3.200 offizielle Stellplätze für Pkw. Wenn die alle belegt sind (Twitter), plus ein paar hundert Pkw in den Nebenstraßen und Falschparker, dann kann jeder abschätzen, wie viele Tagestouristen hier an den rund 5 Kilometer langen Scharbeutzer- und Haffkruger Strand pilgern. Plus die Urlauber natürlich. Nee, nee lieber Richtung Fehmarn:

Diese Aufnahme zeigt den Fehmarnsund aus Richtung Großenbrode. Goldgelbe Getreidefelder, azurblaues Wasser und hellblauer Himmel – was will das Auge mehr?

Etwas später vom Gammendorfer Strand aus ein Blick über den Fehmarnbelt. Wer das Bild vergrößert (draufklicken) erkennt am Horizont Lolland / Dänemark. Und hier am Naturstrand findet man selbst jetzt in der Hochsaison einen Platz, wo der nächste Besucher weit genug weg ist.

Blick nach rechts, die Fähren. Vogelfluglinie Puttgarden – Rödby. Dank Zoom sehen die ziemlich nah aus, sind aber weiter weg. Dort soll ab dem nächsten Jahr ein Tunnel gebaut werden. Soll, denn noch wird dagegen geklagt. Warten wir ab, was passiert.

The last one, der Ordner ist leer, kann wieder aufgefüllt werden. Das war vor knapp 2 Monaten, als wir mit dem Zug auf den Brocken gefahren sind und in unserer Naivität nicht davon ausgegangen sind, dass noch tausende andere Menschen die gleiche Idee haben würden. Egal, warum ich das zeige, dass sind die vielen vertrockneten, absterbenden, toten Nadelbäume. Baumsterben weit und breit, einhergehend mit großflächigen Abholzungen. Nachdem wir seitdem, wie eigentlich seit drei Jahren, weiterhin zu wenig Niederschlag hatten, dürfte es aktuell noch schlimmer aussehen. Damit schließe ich, bis demnächst!

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Statt Urlaub (IV) – Ausflug auf den Brocken

200624-20200612-170-HSB-TicketStatt Urlaub, natürlich wären wir längst zurück. Im Teil 1 zeigte ich ein Bild aus meiner Alten Heimat mit Brockenblick. Ich muss gestehen, dass ich zwar schon tausendmal im Harz war, aber noch nie auf dem Brocken (Wiki). Früher wegen der Grenze, später limitierte mich mehr und mehr mein Bechterew, um zu Fuß hoch zu wandern. Und um mit der HSB-Dampf-Bahn hoch zu fahren, war entweder das Wetter zu schlecht oder mir zu teuer. Oder beides 😉 Mittlerweile ist der Preis bei 47,00 € pro Erwachsenen für die Hin- und Rückfahrt angelangt. Nun ja, alles hat eben seinen Preis, die alten Maschinen wollen instandgehalten und das Personal bezahlt werden. Aber wichtig zu wissen: Es gibt auf dem Brocken nur eine öffentliche Toilette und um durch eine Sperre dort rein zu gelangen, benötigen Bedürftige ein 1-€-Stück. 

Reisewillige sollten auch das beachten: Der Preis, egal von wo man fährt, ist bei der Brockenbahn gleich. Ich empfehle vom Startbahnhof Wernigerode (Wiki) zu fahren.

Einmal hat man dann mehr von der Fahrt mit einem altertümlichen Zug, zum anderen steigt man dort in einen leeren Zug ein. Danach kann es nämlich eng werden. In bzw. nach Wernigerode folgen nämlich noch vier Haltepunkte, bevor der Zug nach knapp 40 Minuten den Bahnhof in Drei Annen Hohne (Wiki) erreicht.

Als wir unterwegs waren, an einem Freitagvormittag, war der Zug zu dem Zeitpunkt schon voll. In Corona-Zeiten eigentlich übervoll. Auf alle Fälle durfte in Drei Annen Hohne niemand mehr zusteigen und die zahlreichen Wartenden wurden auf den nächsten Zug vertröstet. Rund eine Stunde später. Dann stehst du da, womöglich mit Kindern, hast die Fahrkarten natürlich schon gekauft …. Es ist eben noch alles analog und einen Überblick über verkaufte Fahrkarten scheint niemand zu haben.

Bis auf den Brocken dauert die Fahrt – über Schierke – dann noch etwas über eine Stunde. Bahnübergänge sind beliebte Punkte für Zug-Fotografen.

Desto höher man kommt, sich dem Brockengipfel nähert, desto mehr sieht man die Auswirkungen des Waldsterbens.

Auf dem Brocken: Der Bahnhof liegt etwas unterhalb vom Brockenhotel mit dem Fernmeldeturm und dem Nationalpark-Besucherzentrum. Aber der Ansturm war groß, es gab lange Warteschlangen und wenn wir geahnt hätten, wie viele Menschen zu Fuß oder mit dem Rad hier hoch kommen, dann hätten wir uns in dieser Corona-Zeit den Besuch auf dem Brocken erspart.

Einzig das allerbeste Wetter – wahrscheinlich war auch deshalb so viel los, denn eine Selbstverständlichkeit ist das beileibe hier oben nicht – hat uns entschädigt. Ein Blick in den Westen, Richtung Torfhaus (Wiki) mit dem Fernmeldeturm, und ein Blick gen Norden. Irgendwo dahinten liegt meine Alte Heimat von wo das Bild aus Teil 1 entstanden ist. Die grauen Waldflächen, all das ist sterbender oder toter Wald (RTL). Traurig anzusehen. Der Klimawandel lässt grüßen. Nach zwei zu trockenen Jahren nebst zu milden Wintern haben hauptsächlich die Fichten-Monokulturen dem Borkenkäfer nichts mehr entgegen zu setzen.

S. A.: 6 x Harz im Oktober 2019 in 16:9 | Und wie gewohnt: Zum Vergrößern auf die Bilder klicken. Viel Spaß 😉

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6 x Harz im Oktober 2019 in 16:9

Einmal im Jahr treibt es uns in den Harz. Simpel weil es für uns bequem ist, denn die Eltern meines Schwiegersohns haben dort eine FeWo und so können wir auch mal kurzfristig ein paar Tage Urlaub abseits der heimischen Ostsee machen. Ein kurzer Bilder-Rückblick:

Torfhaus mit Blick auf den Brocken. So aus der Ferne betrachtet sieht das alles gut aus. Doch wenn man näher hinsieht …

… sieht man die vielen kahlen Stellen durch das Baumsterben in den Fichtenforsten. Hier ein Bild aus dem Auto mit Blick in Richtung Torfhaus. Im Nationalpark Harz will man allerdings Natur Natur sein lassen und baut auf den natürlichen Waldwandel vom ehemaligen Wirtschafts-Fichten-Wald hin zum wilden Natur-Misch-Wald.

Ebenso erschreckend war für uns der Wasserstand der Okertalsperre. Sie ist zurzeit nur zu einem Drittel gefüllt. Die fehlenden Niederschläge machen sich hier sichtbar bemerkbar.

Klimawandel hin oder her, die alten Dampflocks der Harzer Schmalspurbahnen wird sicher niemand verbieten wollen. Hier kommt eine von hinten an, als wir in Alexisbad vor der geschlossenen Schranke warten mussten.

Last but not least: Die neue Reisekamera von Frau P., eine Lumix TZ91, hier eine Testaufnahme in Bad Harzburg. Tipp: Es lohnt sich immer auf Nachfolgemodelle (TZ96) zu warten, dann purzeln die Preise für die Vorgänger. Und so viel besser ist die aktuelle TZ96 nicht, dass der derzeitige Mehrpreis von rund 50 € gerechtfertigt wäre. Allerdings haben die Lumix-Kameras nur einen – in der Preisklasse üblichen – 1/2,3″-Sensor (6,2×4,6 mm) verbaut. Ich hätte jedoch als Nachfolgerin für meine betagte Canon-Reisekamera eine mit einem 1″-Sensor (13,2×8,8 mm), weil lichtstärker, aber auch rund dreimal so teuer. Na ja, dann stellt sich schon die Frage, ob ich 1k€ für eine gute Reisekamera ausgeben will?

Story am Rande: Der günstigste Preis für die TZ91 lag laut Idealo am Montag dieser Woche bei 329 €, Anbieter Otto-Versand. Bei Amazon lag der Preis bei 369 €, wie bei vielen anderen Onlinehändlern auch. Während einer Rundreise durch den Ostharz wollten wir uns die Kamera eigentlich nur mal im Halberstädter MediaMarkt anschauen. Dort wurden wir von einer verkaufstüchtigen Verkäuferin angesprochen, wir unterhielten uns dabei auch über die Internetpreise und dann meinte sie: „Ich muss mal kurz mit meinem Chef sprechen, bitte nicht weggehen.“ Nach ein paar Minuten erschien sie wieder und sagte: „Mit dem Otto-Angebot können wir nicht mithalten, aber für 339 € können sie die Kamera sofort mitnehmen.“ Hat Frau P. dann auch, plus SD-Karte und Tasche.

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