Das letzte März-Dutzend

Vorgestern sah es noch so aus, zum Vergleich, Scharbeutz, selbe Stelle, heute so:

Da ist eben Wetter an der Ostsee. Das auch, gestern Morgen, Blick auf meinen Balkon:

Aber der Schnee hatte ein kurze Halbwertszeit, mittags sah es dann schon wieder so aus:

Blick aus dem Wald über die Felder und den Taschensee bei Gronenberg. Blauer Himmel inklusive!

Auch gestern, Strand bei Sierksdorf. Nach dem Sturm vom Vortage wird ein bisschen klar Schiff gemacht:

Das (unten ↓) ist die hintere Seitenscheibe eines VW-Bulli. Eigentlich. Hier dient sie als großer Spiegel 😉

Das folgende Bild ist schon fünf Tage alt, da waren wir wieder mal in Timmendorf.

Leider, aber verständlicherweise, hatte unser Lieblingsbuchladen geschlossen. Heute haben wir an anderer Stelle einen Gang gemacht:

Brustbild. Conora hin oder her, das Wetter ist einfach viel zu schön, um nur in der Bude zu hocken.

Wenngleich die örtlichen Ämter schon für Beschränkungen sorgen, in der Linie, um keine Tagestouristen anzulocken. Bspw. wird die Timmendorfer Seebrücke zurzeit nur von Möwen bevölkert. Aber das ist ok 😉

An einem kleinen Laden mit Poststelle werden die Passanten zum Postkarten schreiben ermuntert. Nur ist kaum einer da, der das liest – geschweige denn, der hier eine Karte kaufen will. Schwere Zeiten 😦

Den Blumen ist das alles egal. Langsam putzt sich Timmendorfer Strand wieder raus. Wie jedes Jahr zu Ostern. Vielleicht wird es aber etwas sparsamer ausfallen. Denn noch nie war es hier an der Küste zu Ostern so ruhig, wie in diesem Jahr sein wird.

Bleibt gesund & munter – oder werdet es! [Inhaltsverzeichnis]

Gestern so, heute so – Sonne und Hochwasser

Im Moment kann jeder Tag anders sein. Wer weiß in diesen vervirten Zeiten schon was morgen ist? Aber wenigstens die Wettervorhersage hat gestimmt. Gestern war es noch super schön, hier ein Bild aus Scharbeutz-Gronenberg über die Wiesen in Richtung Osten/Ostsee (im Hintergrund knapp zu erkennen).

Auch hier sind die Beltretter aktiv. Die Initiative will den Belttunnel verhindern und damit auch die neue Bahntrasse – die durch den Rahmen blickend irgendwo im Hintergrund verlaufen würde – also …

Google Maps: Scharbeutz-Gronenberg (links) – Scharbeutz-Haffkrug / Ostsee (rechts), Luftlinie ~2,5 km

… die neben der Autobahn gebaut werden soll. Dann wäre es nicht mehr so ruhig wie heute. Die hier vielerorts aufgestellten blauen Kreuze markieren den Widerstand gegen das Milliardenprojekt.

Nach dem Sonnenwetter gestern sah es heute Morgen so aus: Starker bis steifer Wind aus NO, damit verbunden eine grobe, sehr grobe See, Hochwasser mit 1,25 Meter über Normal und sehr ungemütliche Temperaturen bei 2 Grad.

Daten von Pegel-Online – wer am Wasser wohnt, sollte die parat haben 😉

Na ja, die 1,25 Meter machen noch nichts. Das kommt hier hin und wieder vor. Solange es nicht schlimmer wird …

… so lange ist alles im grünen Bereich. In diesen Momenten bin ich trotz Shit-Wetter gerne draußen, lassen mir den Wind durch die Birne wehen und genieße die Wellen.

Die Lübecker an der Obertrave mögen diese Momente nicht so gerne …

… aber die kennen solche Situationen zu Genüge. Allerdings sollte man sein Auto dabei nicht vergessen. Sonst wird’s teuer. Und nass. Das Auto 😉

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Meier räumt seine Fotoablage auf

Wie macht ihr das? Ich habe auf meinem PC einen Ordner, in den ich vorsortierte Bilder für meinen Fotoblog packe. Manche fristen die dort ein längeres Dasein, bevor sie unveröffentlicht in den Papierkorb wandern. Die hier nicht:

Diese beiden Bilder sind aus dem Februar – aus Zeiten, als noch jeder hingehen und sich treffen durfte, wo und wie er wollte. Marine vor Regenbogen und Küstenwache wacht vor Küste.

Ende Februar waren wir kurzentschlossen ein paar Tage in Heringsdorf auf Usedom. Schönes Zimmer mit Seeblick. Booking.com macht’s möglich. Und so ein klein bisschen ahnten wir schon, was kommen könnte. Konjunktiv. Vielleicht. Verbunden mit der Hoffnung, dass es so schlimm nicht werden würde.

Blaue Stunde, die Heringsdorfer Seebrücke am Abend. Aus der blauen Stunde wurde mittlerweile ein blaues Wunder, welches wir unfreundlicherweise zurzeit erleben.

Sein blaues – oder besser gesagt: geölt-braunes Wunder – erlebte vor ein paar Tagen dieser in der Sonne sitzende ältere Mann auf einer Bank hier am Strand. „Ich hab’s nich gesehen! Jetz kann ich auch sitzen bleiben, is eh zu spät!“ sagte er nur auf meinen Blick hin. Nein, ich hatte nichts gesagt. Das Foto durfte ich so knipsen: „Dann kann ich wenigstens ein bisschen zur Erheiterung in diesen Krisenzeiten beitragen.“ 😉

Sonst ist zurzeit aus Gründen wenig los. Bei schönem Wetter pulsiert hier am Niendorfer Hafen normalerweise das Leben. Gestern waren nur ein paar Spaziergänger unterwegs und haben die Sonne genossen. Mit Sicherheitsabstand.

Natürlich haben auch alle Lokale geschlossen, so wie hier das Cafe Wolkenlos auf der Seeschlösschen-Seebrücke. Ausgerechnet gestern hätten wir dort sooo gerne mal einen (dem Sagen nach überteuerten) Kaffee getrunken und ein Stück (dem Sagen nach ebenso überteuerten) Kuchen gegessen 😉 Na ja, nun waren wir jahrelang nicht mehr dort, dann kann ein Besuch auch weiter warten.

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